Datenschutz
Personenbezogene Daten einfach erklärt – Beispiele und Pflichten für Unternehmen
Erfahren Sie, welche Daten als personenbezogene Daten gelten und welche Datenschutzpflichten Unternehmen nach der DSGVO beachten müssen.
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Lennart Vermehr

Personenbezogene Daten sind ein zentraler Bestandteil der DSGVO. Viele Unternehmen unterschätzen jedoch, welche Informationen bereits als personenbezogen gelten und welche Pflichten sich daraus ergeben.
Von Namen und E-Mail-Adressen bis hin zu Kundennummern – erfahren Sie, welche Daten geschützt werden müssen.

Personenbezogene Daten einfach erklärt – Beispiele und Pflichten für Unternehmen
Datenschutz spielt für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Spätestens seit der Einführung der DSGVO stehen personenbezogene Daten verstärkt im Fokus.
Doch welche Informationen gelten überhaupt als personenbezogene Daten? Und welche Verpflichtungen ergeben sich daraus für Unternehmen?
Diese Fragen sind entscheidend, da Verstöße gegen Datenschutzvorgaben erhebliche rechtliche und finanzielle Folgen haben können.
Was sind personenbezogene Daten?
Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
Eine Person muss dabei nicht unmittelbar namentlich genannt werden. Es reicht bereits aus, wenn eine Identifizierung direkt oder indirekt möglich ist.
Die Definition umfasst daher deutlich mehr Daten, als viele Unternehmen vermuten.
Beispiele für personenbezogene Daten
Zu den häufigsten personenbezogenen Daten gehören:
Vor- und Nachname
Anschrift
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
Geburtsdatum
Kundennummer
Personalnummer
Bankverbindung
Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN)
IP-Adresse
Standortdaten
Gesundheitsdaten
Fotos und Videoaufnahmen
Bereits die Kombination mehrerer Informationen kann ausreichen, um eine Person identifizieren zu können.
Besondere Kategorien personenbezogener Daten
Die DSGVO definiert zusätzlich besonders schützenswerte Daten.
Dazu gehören unter anderem:
Gesundheitsdaten
biometrische Daten
genetische Daten
religiöse Überzeugungen
politische Meinungen
Gewerkschaftszugehörigkeit
Daten zur sexuellen Orientierung
Für diese Informationen gelten besonders hohe Datenschutzanforderungen.
Welche Pflichten haben Unternehmen?
Sobald Unternehmen personenbezogene Daten verarbeiten, ergeben sich verschiedene Verpflichtungen.
Dazu gehören insbesondere:
Transparenz
Betroffene Personen müssen darüber informiert werden, welche Daten verarbeitet werden.
Datensicherheit
Unternehmen müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten treffen.
Datenminimierung
Es sollten nur die Daten verarbeitet werden, die tatsächlich benötigt werden.
Löschung und Aufbewahrung
Personenbezogene Daten dürfen nicht länger gespeichert werden als erforderlich.
Wann sollten Dokumente anonymisiert werden?
In vielen Fällen müssen personenbezogene Daten vor einer Weitergabe entfernt oder anonymisiert werden.
Dies betrifft beispielsweise:
Verträge
Rechnungen
Personalakten
Notarunterlagen
Schulungsunterlagen
Präsentationen
KI-Trainingsdaten
Eine sichere Dokumentenanonymisierung hilft Unternehmen dabei, Datenschutzrisiken erheblich zu reduzieren.
Warum Unternehmen häufig Daten übersehen
Viele Unternehmen denken bei personenbezogenen Daten ausschließlich an Namen oder Adressen.
In der Praxis können jedoch bereits folgende Informationen personenbezogen sein:
interne Referenznummern
Kundennummern
Kennzeichen
Kombination mehrerer Datenfelder
Metadaten innerhalb von Dokumenten
Dadurch entstehen häufig unbeabsichtigte Datenschutzrisiken.
Fazit
Personenbezogene Daten umfassen deutlich mehr Informationen als viele Unternehmen vermuten.
Unternehmen sollten genau prüfen, welche Daten verarbeitet werden und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Insbesondere bei der Weitergabe von Dokumenten spielt die sichere Anonymisierung personenbezogener Daten eine entscheidende Rolle, um Datenschutzrisiken zu minimieren und die Anforderungen der DSGVO einzuhalten.
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